Reiseplanung · Island
Gas in Island – was du vorher wissen solltest
Deutsche Gasflaschen funktionieren in Island nicht einfach weiter. Die Lösung ist klar – aber nur dann, wenn man sie vorher kennt.
In Island werden deutsche Gasflaschen weder befüllt noch getauscht. Genau das ist der Punkt, an dem viele erst unterwegs merken, dass ihr gewohntes System dort nicht mehr weiterhilft.
Die gute Nachricht ist: Gas zu bekommen ist trotzdem kein Problem. Vor Ort kannst du lokale Leihflaschen kaufen, nutzen und vor der Abreise wieder zurückgeben. Für mich war das die sauberste Lösung – einfach, aber teuer.
Die lokale Lösung ist unkompliziert
Wenn du weißt, dass du in Island ohnehin eine Gasflasche brauchen wirst, ist es sinnvoll, schon zu Hause eine deutsche Flasche weniger mitzunehmen. Dann bleibt im Gaskasten direkt Platz für eine isländische Flasche.
Für eine gelbe 11-kg-Flasche lagen die Kosten zuletzt bei rund 10.000 ISK für die Leihflasche und etwa 9.500 ISK für die Füllung. Bei der Rückgabe bekommst du das Geld für die Leihflasche wieder zurück.
Zwei FlaschentypenDiese Systeme sind relevant
In Island gibt es vor allem zwei Gasflaschentypen:
- Gelbe 11-kg-Stahlflaschen mit G.1-Anschluss. Der Anschluss passt technisch zum deutschen System, oft fehlt aber die richtige Dichtung.
- Composite-Flaschen in 5 kg und 10 kg mit G.10-Innengewinde. Dafür brauchst du einen passenden Skandinavien-Adapter (POL).
Bei den Stahlflaschen ist die Dichtung der entscheidende Punkt. Sinnvoll ist, eine Teflon-Flachdichtung in der Größe 18 x 7 x 2 mm mitzunehmen. Alternativ funktionieren auch weichere Dichtungen aus Perbunan in derselben Größe.
Solche Kleinteile bekommt man mit Glück auch vor Ort – in Egilsstaðir gab es sie an einer N1-Tankstelle – aber darauf würde ich mich nicht verlassen.
PraxisWas du noch im Kopf haben solltest
Die isländischen Flaschen sind etwas größer als deutsche Modelle. In meiner Kabine hat das trotzdem problemlos gepasst. Für viele Fahrzeuge ist das also kein echtes Problem – aber man sollte es vorher zumindest mitdenken.
Ich habe in zwei Wochen ungefähr 11 kg Gas verbraucht, mit Heizung und viel Kochen. Das ist eher die intensivere Variante. Für normale Reisen von zwei bis drei Wochen reicht der eigene Vorrat oft aus. Wenn du länger bleibst, viel heizt oder unabhängig bleiben willst, ist die lokale Lösung sinnvoll.